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Nachteilsausgleiche

Menschen mit Behinderungen haben Nachteile.
Deshalb bekommen sie verschiedene Hilfen.
Diese Hilfen heißen Nachteils-Ausgleiche.

Sie sollen die Selbst-Bestimmung von Menschen mit Behinderungen verbessern.
Die Hilfen sollen die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen verbessern.

Die Art von den Hilfen ist abhängig von der Art von der Behinderung.
Es gibt Einstufungen für jede Art von Behinderung.
Das nennt man Grad der Behinderung.
Die Abkürzung ist GdB.

Diese verschiedenen Nachteils-Ausgleiche gibt es

Die Nachteils-Ausgleiche werden in verschiedene Bereiche eingeteilt:

  • Merk-Zeichen-abhängige Nachteils-Ausgleiche
    Merk-Zeichen ist ein Zeichen im Schwerbehinderten-Ausweis
    Je nach Merk-Zeichen hat man besondere Rechte.
    Zum Beispiel.
    Im Schwerbehinderten-Ausweis steht ein G.
    Das bedeutet:
    Eine Person hat eine Geh-Behinderung.
    Diese Person muss nichts bezahlen für Fahrten mit Bus und Bahn.
     
  • GdB-abhängige Nachteils-Ausgleiche.
    GdB ist die Abkürzung für Grad der Behinderung.
    Je nach Grad der Behinderung hat man besondere Rechte.
    Zum Beispiel:
    Man zahlt weniger Steuern.
    Man bekommt Hilfen im Arbeits-Leben.
    Man muss weniger arbeiten.
     
  • Nachteils-Ausgleiche in Bildung und Beruf.
    Jugendliche mit Behinderungen können Hilfen bekommen:
    • In der Schule.
    • Bei der Ausbildung.

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit Behinderungen
haben einen besonderen Schutz vor Kündigungen.

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit Behinderungen
haben mehr Urlaubs-Tage.

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit Behinderungen
müssen nicht länger oder mehr arbeiten.

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit Behinderungen
dürfen wegen der Behinderung in Teil-Zeit arbeiten.

Teil-Zeit bedeutet:
Sie dürfen weniger als 8 Stunden am Tag arbeiten.
Oder:
Sie dürfen weniger als 5 Tage in der Woche arbeiten.

  • Nachteils-Ausgleiche beim Wohnen.
    Menschen mit Behinderungen haben
    das Recht auf den Um-Bau von einer Wohnung.
    Damit die Wohnung zum Leben von der Person passt.

    Menschen mit Behinderungen bekommen
    leichter Geld von der Bank.
    Oder sie bekommen Geld vom Staat:
    Damit sie ein Haus bauen können.
    Damit sie eine Wohnung kaufen können.

    Menschen mit Behinderung bekommen mehr Wohn-Geld.
    Mehr Infos dazu gibt es bei den Ämtern von den Städten und Gemeinden.

  • Nachteils-Ausgleiche bei der Mobilität.
    Menschen mit Behinderungen haben das Recht auf Hilfen:
    Wenn Sie unterwegs sind.
    Zum Beispiel beim Reisen.
    Oder in Bus und Bahn.

    Menschen mit Behinderungen haben das Recht auf:
    • Kostenlose Fahrten in Bussen und Bahnen.

    • Kostenlose Fahrten in Bussen und Bahnen für eine
      Begleit-Person von einer Person mit Behinderung.

    • Niedrigere Preise für Fahr-Karten für Fern-Reisen.

    • Niedrigere Preise für Flug-Tickets.

  • Kraft-Fahrzeug-Hilfe.
    Das ist Geld für:
    • Ein Auto.
    • Den Führer-Schein.
    • Den Umbau von einem Auto:
      Damit Menschen mit Behinderungen damit fahren können.
    • Hilfen beim Parken.
      Zum Beispiel:
      Behinderten-Park-Plätze.
    • Kostenlose Benutzung von Fahr-Diensten.
  • Blinden-Geld und Blinden-Hilfe und Gehörlosen-Geld.
    Menschen mit Seh-Behinderung bekommen Geld vom Staat.
    Menschen mit Hör-Behinderung bekommen Geld vom Staat.
    Dieses Geld ist für Hilfen:
    Wenn man diese Hilfen braucht wegen einer Behinderung.

Es gibt diese Hilfen:

  • Landes-Blinden-Geld
    Das ist Geld für blinde Menschen.
    In manchen Bundes-Ländern gibt es dieses Geld
    auch für Menschen mit einer schweren Seh-Behinderung.
    Es gibt nicht überall gleich viel Geld.
    Jedes Bundes-Land hat eigene Regeln dafür.
    Beim Landes-Blinden-Geld wird nicht geprüft:
    • So alt ist eine Person.
    • So viel verdient eine Person.
    • Sie viel Geld besitzt eine Person.

Landes-Blinden-Geld beantragt man bei der
Versorgungs-Verwaltung.
Das ist ein Amt für Hilfen von Menschen mit Behinderungen.

Blinden-Hilfe

Die Blinden-Hilfe gehört zur Sozial-Hilfe.
Die Sozial-Hilfe ist eine Hilfe vom Staat:
Wenn man zu wenig Geld zum Leben hat. 

Das Geld von der Blinden-Hilfe ist überall gleich viel.
Aber:
Man bekommt es nur:
Wenn man weniger als eine bestimmte Menge an Geld verdient.
Wenn man mehr Geld verdient:
Dann bekommt man dieses Geld nicht.

Die Blinden-Hilfe beantragt man beim Sozial-Amt.

Gehörlosen-Geld

Dieses Geld ist für Menschen:

  • Wenn sie von Geburt an gehörlos sind.
  • Wenn sie wegen einer Krankheit gehörlos geworden sind.

In einigen Bundes-Ländern bekommen es auch Menschen:
Wenn sie durch einen Unfall gehörlos geworden sind.
Es gibt nicht überall gleich viel Geld.
Jedes Bundes-Land hat eigene Regeln dafür.
Beim Gehörlosen-Geld wird nicht geprüft:

  • So alt ist eine Person.
  • So viel verdient eine Person.
  • Sie viel Geld besitzt eine Person.

Gehörlosen-Geld beantragt man bei der
Versorgungs-Verwaltung.
Das ist ein Amt für Hilfen von Menschen mit Behinderungen.

  • Steuer-Vorteile.
    Menschen mit Behinderungen können weniger Steuern bezahlen.
    Steuern bedeutet:"
    Man bezahlt Geld an den Staat.
    Menschen mit Behinderungen bezahlen weniger Steuern.
    Weil sie wegen dieser Behinderung oft höhere Kosten haben.
    Weil sie für bestimmte Hilfen Geld mit-bezahlen.
    Zum Beispiel:
    • Hör-Gerät.
    • Blinden-Hund.

Deshalb haben Menschen mit Behinderungen bei anderen Sachen Steuer-Vorteile.
Zum Beispiel:

  • Beim Kinder-Geld.
  • Bei der Kinder-Betreuung.
  • Beim Hilfen für Menschen mit Behinderungen.
  • Beim Geld für Pflege-Personen.
  • Bei Kosten für ein Auto.
  • Bei Kosten für den Arbeits-Weg.

Dort gibt es Infos über Steuer-Vorteile:

  • Finanz-Amt
  • Versorgungs-Verwaltung.
    Das ist ein Amt für Hilfen von Menschen mit Behinderungen.

Bei den Ämtern von Städten und Gemeinden
gibt es Infos zum Thema Hunde-Steuer:

  • Wenn man einen Blinden-Hund hat.
  • Wenn man einen Assistenz-Hund hat.
  • Wenn man eine Behinderung hat.
  • Andere Nachteils-Ausgleiche.
    Es gibt auch andere Vorteile für Menschen mit Behinderungen:
    Diese Regeln sind nicht vom Staat.

Menschen mit Behinderungen bezahlen weniger Eintritts-Geld:

  • Im Theater.
  • Im Kino.
  • Bei Sport-Veranstaltungen.
  • Im Museum

In Bussen und Bahnen gibt es besondere Sitz-Plätze für Menschen mit Behinderungen.

In Ämtern sind Menschen mit Behinderungen schneller dran.
Damit sie nicht lange warten müssen. 

Menschen mit Behinderungen bezahlen
weniger Geld in Vereinen.
Bei einigen Auto-Herstellern bezahlen
Menschen mit Behinderungen weniger Geld für ein Auto.

Wer hat diese Texte gemacht?

Die Texte wurden in Leichte Sprache übersetzt von:
Marlene Seifert – Schriftgut

Die Texte wurden geprüft von:
Prüfer und Prüferinnen für Leichte Sprache
von Mensch zuerst - Netzwerk People First Deutschland e.V.

Dieser Text ist in Schwerer Sprache zuerst erschienen auf der Webseite von REHADAT:
Man kann ihn hier nachlesen.